Stottern ist eine zeitweise auftretende, willensunabhängige, situationsabhängige Redeflussstörung, oft nicht bekannter Ursache, die durch angespanntes, stummes Verharren in der Artikulationsstellung (tonisches Stottern), Wiederholungen (klonisches Stottern), Dehnungen sowie Vermeidungsreaktion (Satzumstellungen, Wortvertauschungen) gekennzeichnet ist. Man unterscheidet tonisches und klonisches Stottern.

Ursachen
  • familiäre Disposition (die Anlage des Stotterns wird vererbt. Aber diese Anlage führt in nur 30% aller Fälle dazu, dass sie sich manifestiert.)
  • familiärer Sprachschwächetypus
  • psychogene Faktoren
  • Faktoren der sozialen Umwelt (durch den Bewusstmachungsprozess von Seiten der Eltern, dass das Kind nicht adäquat spricht, Stottern als Vermeidungsverhalten)
  • verzögerte Sprachrückkoppelung
  • frühkindliche Hirnschäden

Symptome

Klonisches Stottern

  • ist charakterisiert durch kürzere, rasch aufeinanderfolgende Kontraktionen der Sprechmuskulatur - Es kommt zu typischen "hämmernden" Wiederholungen von Lauten, Silben und Wörtern, denen beim endgültigen Aussprechen der Wörter Wortdehnungen folgen können

Tonisches Stottern

  • ist gekennzeichnet durch relativ lang andauernde Verkrampfungen der Sprechmuskulatur
  • führt zu oftmals stummen Pressversuchen, die dem Beginn oder dem Weitersprechen eines Wortes vorausgehen
  • Die Verkrampfungen halten verhältnismäßig lange an und werden nur mit großer Anstrengung aufgehoben.
  • Gelegentlich kommen deutlich hörbare Glottisanschläge vor (ein "knatterndes" leises Geräusch, durch Aufeinanderschlagen der Stimmbänder verursacht).

Beispiele

klonisches Stottern
"-----ich -----möchte das rausbekommen"

tonisches Stottern
"da-da-da-da-da" oder "di-di-di-di-di-die"