Ursachen
- erbliche Einflüsse (Poltern ist angeboren)
- angeborene Sprachschwäche
- kongeniale Dyspraxie (erblich bedingte verzögerte psychomotorische Reifung mit schlechter Koordination)
- Umwelteinflüsse
- psychogene Faktoren
- frühkindlicher Hirnschaden
Symptome
- Poltern ist durch eine Überstürzung der Rede, Verschlucken, Verstellen und Verstümmeln von Lauten, Silben- und Wörtern gekennzeichnet.
- Neben einer monoton klingenden Sprachmelodie sind häufig Rhythmusstörungen und Wortfindungsstörungen feststellbar.
- Der Sprecher stolpert vor allem über vielsilbige und längere Wörter sowie Fremdwörter mit Konsonantenhäufigkeiten.
- Der Patient zeigt kein Störungsbewusstsein.
- Es fallen Konzentrationsmängel, schwächer entwickelte Merkfähigkeit, auffällige Anpassung und mangelhafte Steuerungsfähigkeit auf.
- Der Sprechverlauf ist auffällig, weil das Sprechtempo beschleunigt ist, zeitweise auch ziehend oder schleppend.
- Wiederholung von Anfangssilben mehrsilbiger Wörter, die ohne Verspannung gesprochen werden oder Wiederholung von Wörtern
- Steckenbleiben im Satzbau
- Auslassungen
Beispiele
- aus "zwitschern" wird "schwitzern"
- aus "Mikrophon" wird "Miron"
- aus "das Glas ist voll" wird "das Was ist voll".
