Ursachen
- Flaschenernährung des Säuglings anstelle von richtigem und ausreichend langem Stillen, dabei spielt die Form und Funktion des verwendeten Saugers eine wichtige Rolle
- Gewohnheiten wie Daumenlutschen oder Nägelkauen
- behinderte Nasenatmung durch Allergien, vergrößerte/entzündete Tonsillen (Mandeln) oder Adenoide (sog. "Polypen")
- Wachstumsanomalien des Gesichtsskeletts: Progenie (sog. "Nussknackerkinn"), skelettal offener Biss u. a.
- möglicherweise auch durch Vererbung u. a.
- falsche Kau-, Schluck- und Lutschgewohnheiten (z.B. Schnuller!)
Symptome
- kein Mundschluss
- Zunge liegt schlaff zwischen den Zähnen
- beim Sprechen ist ein deutlicher Speichelfluss erkennbar
- beim Schlucken wird die Zunge stark gegen die Zähne gepresst
Beispiele
Die an der Aussprache beteiligten Muskeln können zu schwach oder zu stark sein, sodass die richtigen Zungen- und Lippenbewegungen nicht ausgeführt werden können. Das kann sich so anfühlen, als ob die Zunge ein großer Klumpen wäre. Eine veränderte Zahn- und/oder Kieferstellung sowie ein damit häufig verbundenes falsches Schluckmuster können die normale Lautbildung behindern.
Tipps zur Vorbeugung und Unterstützung
StillenStillen Sie, wenn eben möglich, mindestens 6 Monate. Beim Stillen wird das harmonische Zusammenspiel der Muskeln eingeübt.
Gewohnheiten
Achten Sie auf eine Befriedigung der Saug-, Schmatz- und Lutschbedürfnisse Ihres Kindes, in dem Sie ihm z. B. Brotkrusten, Möhren, Beißringe oder Veilchenwurzeln (Drogerie) zum Lutschen und Kauen geben. Ein Schnuller sollte nur bei Bedarf gegeben werden. Für die Ausformung des Mundraumes ist er jedoch weniger schädlich als Daumen oder Finger. Der Schnuller sollte weich sein und leicht aus dem Mund fallen, damit so wenig wie möglich genuckelt wird.
Gönnen Sie sich als Erwachsener bei Gewohnheiten wie Zähneknirschen, Zungenpressen etc. regelmäßig Entspannung, Auszeiten und Erholung.
Ernährung
Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, die abwechslungsreich sein sollte, um die Geschmacks- und Riechzellen zu entwickeln und zu erhalten. Knäckebrot, Vollkornbrot, rohes Gemüse, Obst und Fleisch regen das Kauen an.
Atmung
Bei vorwiegender Mundatmung sollten Sie zuerst einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt zur Klärung eventueller organischer Störungen aufsuchen. Übungen zur Nasenatmung und zu verschiedenen Atemtechniken kann Ihnen die Sprachtherapeutin zeigen.
Haltung
Sport u. jede Art von Bewegungsspielen sind notwendig für eine gute Körperhaltung. Sie fördern eine harmonische und unverkrampfte Haltung.
